Über uns


Unser Verein wurde 1970 gegründet und zählt rund 130 Mitglieder aus allen Altersgruppen. Das gesellige Leben hat bei uns einen hohen Stellenwert. Wer Freude an der Fasnacht hat, ist bei uns herzlich willkommen. In der Fischlizunft herrscht Gleichberechtigung. Alle Funktionen sind für Mann und Frau offen.


Unsere Aktivitäten

Fasnachtseröffnung mit Urknall
Zunftbot mit Zunftmeisterwahl
Dorfdekoration
Kinderfasnacht
Fischliball
Fischlibar in der Löieschür während der Fasnacht
Zunftausflug
Chilbibeiz Zonft Gade
Umzug alle fünf Jahre


Zunftrat

Kanzler: Urban Müller-Tschanz | Gartenweg 1a | 6221 Rickenbach
Beirat: André Küng | Sonnhalderain 6 | 6221 Rickenbach
Säckelmeisterin: Miriam Schmid | Sonnenrain 7 | 6221 Rickenbach
Schreiberin: Cornelia Hager-Jurt | Rinau | 6221 Rickenbach
zusätzlich der Zunftmeister oder die Zunftmeisterin


Gründung Fischlizunft

Anno 1970 war eine frustrierte Gesellschaft im Rössli am Maskenball, von Stimmung keine Rede, man tanzte gelangweilt um einen Tannenbaum, der als Dekoration diente; Platz hatte der ja, weil keine Leute da waren. Nach ca. zwei Stunden haute einer nach dem anderen ab nach Beromünster. Um ca. 4 Uhr morgens kamen wir zurück in den Löwen. Die Stimmung war gut und einige Fasnächtler beschlossen, selbst eine Zunft zu gründen. Dies geschah im Hinterstübli des Löwen mit einer Unterschriftensammlung auf einer Serviette. Jeder unterschrieb, glaubte aber nicht ans Gelingen.

Aber ohä, im nächsten Jahr galts dann ernst. Eine Guuggenmusik von ca. 20 Mann wurde unter der Leitung von Bashi Müller jun. zusammengestellt. Dies klappte bestens, jetzt musste noch ein Zunftmeister her, der war schnell im Superfasnächtler Hans Schmid vom Sonnenrain gefunden. Hans und Annemarie sagten fast spontan zu, keiner hatte eine Ahnung, was daraus entstehen würde. Der erste Zunftbot war schon gut besucht, trotzdem reichte das Löwenstübli für die Menschenansammlung. Franz Eiholzer leitete das Ganze. Das Zunftmeisterpaar wurde ehrenvoll gewählt und schon war die Fischlizunft geboren. Was aus diesem Kind wurde weiss jeder echte Böögg.

Jetzt geht der Rummel erst richtig los. Ein dreizackiger Zunfthut musste gekauft werden. Damals wurde noch alles, inkl. flüssige Unkosten vom Zunftmeister bezahlt. Ein Umhang und ein Zepter für den Zunftmeister musste gemietet werde. Das Zepter war ganz toll, es bestand aus einem alten Holzbein und wurde mit einem Plastikfisch und Bändeli verziert. Lehrer Otto hat mit seinen Schülern Kopfbedeckungen aus Kleister und Papier, in Form eines halben Fisches gebastelt. Das war das Kennzeichen der Zunft. Wer in die Zunft wollte, musste einen solchen Hut à Fr. 10.- kaufen.

Am Güdismontag war dann der grosse Tag. Abends um 19:00 Uhr war die Sammlung beim Gemeindehaus. Mit der Guuggenmusik wurde durch das halbe Dorf marschiert, im Rössli wurde noch ein Trunk genehmigt, dann gings ab in den Löwen zum ersten Zunftball. Beim Einzug in den Löwen wurde von Lehrer Otto Habermacher und Alice Schmidlin ganz eifrig fotografiert und gefilmt, allerdings ohne Filme. Man wusste damals noch nicht, dass es ohne Filme keine Fotos gab. Der Saal war mit alten Fischernetzen, Plastikfischen und vielen Ballons dekoriert. Es hatten sich schon viele Fasnächtler eingefunden, so dass von Anfang an alles besetzt war. Die Stimmung war ganz toll und das Orchester Perrinjaquet aus Menziken spielte ganz gut. Es war ihr erster Auftritt. Auf dem Höhepunkt der Stimmung gingen fast alle in einer Polonaise ins Rössli, wo wieder nichts los war. Bei Schnee und Glatteis kam gar mancher ins Schleudern. Einige Zeit später waren fast alle Leute samt Echo vom Krauchtal in den Löwen gezogen, wo eine Bombenstimmung bis zum frühen Morgen herrschte. Dieser erste Fischliball war ein voller Erfolg und wird allen Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben.

Mit noch etwas brummigen Köpfen gings am Güdisdienstag mit ca. 10 Personen und dem Zunftmeisterpaar nach Schlierbach an den Umzug. Damals wurde der ganze Rickenbacherzug noch zu Fuss abgehalten. Vom Rest. Arnold nach Etzelwil und zurück, durch Schnee, Matsch und Gülle. Gut waren wir da noch ein bisschen besser auf den Beinen. Der Schlusspunkt dieser Fasnacht wurde in Wetzwil mit viel Trara gesetzt.

Wir danken allen, die uns damals geholfen haben, diesen ersten Schritt zu tun. In guter Erinnerung denken wir an diesen ersten Fischliball und Umzug zurück. Ein unvergessliches Erlebnis.

Hans I. und Annemarie Schmid